Mac, iPad & iPhone für Selbstständige und Unternehmen

Methoden im digitalen Alltag. Bild: unsplash/pixabay

Selbstorganisation, Teil 3: Kreative Hilfsmittel

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Teil 3: Kreative Hilfsmittel für Ihre Selbstorganisation

Hatten Sie schon die Möglichkeit, die eine oder andere Technik zur Selbstorganisation auszuprobieren?
Wer es abwechslungsreich mag, kann sich zur Organisation seines Alltags immer mal wieder kreativer Hilfsmittel bedienen, die sich in diesem Zusammenhang bewährt haben.
Ich möchte Ihnen heute verschiedene Ansätze vorstellen, mit denen ich

selber gerne arbeite, weil sie mich oft auf neue Ideen bringen und auch unabhängig von Mac oder PC bzw. iPhone etc. funktionieren.

Gastautorin Kathrin Südmeyer

Gastautorin Kathrin Südmeyer

Kathrin Südmeyer arbeitet als freiberufliche Wirtschaftspsychologin mit den Schwerpunkten Karrierecoaching, Eignungsdiagnostik und Gesundheitsförderung für Unternehmen und Privatpersonen. Mehr als 12 Jahre war sie als Recruiterin und Personalentwicklerin in DAX-30-Konzernen tätig. Weitere Informationen finden Sie auf
www.kathrin-suedmeyer.de, besuchen Sie dort auch den Blog mit Tipps und Neuigkeiten rund um die Themen Karriere und Gesundheit.

Unsere kreativen Hilfsmittel sind das Kreativbuch, die Mind Map, kleine Erinnerungshelfer, die Post-it-Wand und das Entscheidungsposter.

Das Kreativbuch

Das Kreativbuch, wie ich es nenne, ist eigentlich ein ganz normales Notizbuch, das ich immer bei mir habe. Alles, was mir unterwegs einfällt, halte ich hier fest, sodass ich es nicht vergesse. Das können am Telefon ausgemachte Termine sein, die Eingebung, dass ich noch unbedingt Person XY kontaktieren muss. Aber auch Dinge, die mir „über den Weg laufen“, zum Beispiel ein interessanter Buchtitel oder ein Veranstaltungshinweis. Im Kreativbuch landen beispielsweise auch Zeitschriftenausschnitte, zu denen ich etwas recherchieren will – kurzum alles, das tagsüber interessant ist, weiterverarbeitet und nicht vergessen werden soll.

Notizen neben dem Macbook. (Pixabay)

Zu einem festgelegten Zeitpunkt übertrage ich dann Termine in den Kalender, recherchiere etc. und verarbeite auf diese Weise die Einträge aus dem Kreativbuch. Alles, was erledigt ist, wird durchgestrichen – das macht zufrieden, ähnlich wie bei einer Aufgabenliste.

Die Mind Map

Seit Jahren weit verbreitet ist die Methode des Mind Mapping, um Notizen zu machen, Struktur in ein Thema zu bringen, zu planen und Ideen zu finden. Sicher haben Sie auch schon Mind Maps erstellt und haben es schätzen gelernt, dass Gedanken und Ideen nur so auf das Papier fliegen, wenn man erst einmal loslegt.
Ganz kurz zur Vorgehensweise: Das Hauptthema wird auf die Mitte des Blattes notiert, von dort aus gehen Linien ab, auf die man seine Gedanken als Schlüsselwörter schreibt. Von diesen Linien können dann jeweils weitere Linien abgehen, wenn das Thema noch detaillierter betrachtet werden soll. Ergänzen kann man die verschiedenen Begriffe dann auch noch durch kleine Zeichnungen, wenn einem das gefällt.

Merlin Project Netzplan Mindmap. Quelle: ProjectWizards

Merlin Project Netzplan Mindmap. Quelle: ProjectWizards

Vorteil dieser Methode: Sie spricht beide Gehirnhälften gleichermaßen an und fördert das ganzheitliche Denken, denn die bildhaften Darstellungen (Äste und Zeichnungen) stimulieren die rechte Gehirnhälfte, die Schlüsselwörter die linke Gehirnhälfte.
Was hat das nun mit Selbstorganisation zu tun? Wenn Sie eine neue Aufgabe, ein neues Projekt oder Ihre Wochenplanung in Angriff nehmen wollen, kann ein Mind Map helfen, alle Ideen, To dos und Gedanken zu diesem Thema auf einen Blick sichtbar zu machen und Ihnen damit eine gute Grundlage für die weitere Strukturierung bieten. Ein Mind Map können Sie auch wunderbar irgendwo aufhängen, sodass Sie alles im Blick behalten und an Einzelaspekte erinnert werden können. Wer lieber ein Mind Map am Mac erstellen möchte, kann entsprechende Programme nutzen wie z.B. das neue Merlin Project.

Kleine Erinnerungshelfer

Kleine Erinnerungshelfer unterstützen bei der Selbstorganisation! Gerade bei visuellen Menschen helfen sie ungemein, immer wieder an ein bestimmtes Thema oder eine bestimmte Aufgabe zu denken. Verteilen Sie zum Beispiel Haftnotizen und Postkarten gut sichtbar in Ihrem Arbeitsumfeld – auf dem Schreibtisch, an Wänden und Türen, in der Geldbörse. Notieren Sie darauf Symbole oder ein bestimmtes Wort, das Sie an Ihr Vorhaben oder To-Do erinnern soll.

Brainstorming. (Pixabay)

Die Post-it-Wand

Eignet sich sowohl für To-Dos als auch zur Strukturierung von Ideen – die Post-it-Wand. Alle Einzelaspekte werden auf je ein Post-it notiert und an einer freien Fläche aufgehängt, sei es nun eine Wand oder auch Tür. Bei To-Dos bietet es sich an, zwei weitere Felder abzutrennen, eines für „teilweise erledigte Aufgaben“, ein anderes für „erledigte Aufgaben“. So wandern die einzelnen Post-its durch die verschiedenen Felder, und es ist immer gut sichtbar, wie der aktuelle Status ist. Gerade die Visualisierung aller Einzelaufgaben nach dem Motto „Raus aus dem Kopf, rauf aufs Papier“ ist der große Vorteil dieser Methode. Verschiedene Post-it-Farben können auch noch für verschiedene Aufgabenkategorien eingesetzt werden.

Ich finde eine Post-it-Wand auch klasse für kreative Prozesse, wenn es beispielsweise um ein neues Konzept geht und man sich erst einmal vergegenwärtigen will, was alles dazugehört bzw. wichtig ist. Auch hier können die einzelnen Zettel weiterwandern, wenn beispielsweise Themenblöcke geclustert werden sollen.

Das Entscheidungsposter

Da Selbstorganisation auch häufig etwas mit Entscheidungen zu tun hat, möchte ich Ihnen zum Schluss gerne noch das sogenannte Entscheidungsposter vorstellen. Sie können es nutzen, wenn Sie sich bei einem bestimmten Thema oder in einer bestimmten Situation zwischen verschiedenen Alternativen nicht entscheiden können bzw. wenn Sie ein konkretes Thema und seine Konsequenzen näher beleuchten wollen.
Ähnlich wie bei einem Mind Map, schreiben Sie das Thema, um das es geht, in die Mitte eines Blatt Papiers.
Rund um dieses Thema ordnen Sie dann folgende Fragen an bzw. ergänzen die Fragen mit denjenigen, die für Sie zusätzlich relevant sind:

  • Welche 3 Gründe sprechen dafür?
  • Bringt mich diese Möglichkeit [dieses Thema] näher an mein Ziel?
  • Macht mich diese Möglichkeit [dieses Thema] zufrieden?
  • Was sagt mein Bauchgefühl?
  • Was würde eine weise Person zu dieser Möglichkeit [diesem Thema] sagen?
  • Habe ich diese Möglichkeit [dieses Thema] schon einmal verfolgt? Auch schon öfter? War es erfolgreich?
  • Welche 3 Gründe sprechen dagegen?
Tisch und Notizen. Via Pixabay

Ihre Antworten schreiben Sie immer direkt an die Fragen und betrachten dann schließlich das Gesamtbild. Auch hier gilt wieder das Motto „Raus aus dem Kopf, rauf aufs Papier“, und gerade bei bestimmten kniffligen Themen und zu fällenden Entscheidungen finde ich es klasse zu sehen, was „schwarz auf weiß“ steht.
Natürlich muss das immer noch nicht die finale Entscheidung sein, denn wenn das Bauchgefühl sich trotzdem noch sträubt, obwohl die Entscheidung glasklar zu sein scheint, ist das ja auch ein wertvoller Hinweis…

Ich hoffe, ich konnte Sie inspirieren, ein kreatives Hilfsmittel zur Selbstorganisation auszuprobieren und wünsche Ihnen viel Spaß und gutes Gelingen!

In Teil 4 wird es dann um Apps für Mac & iPhone als elektronische Hilfsmittel zur Selbstorganisation gehen. Bis dahin eine schöne Zeit!

Text: Kathrin Südmeyer. Bilder: Kathrin Südmeyer / Public Domain via Pixabay)

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