Microsoft hat seine breite Unterstützung für die Apple Plattformen OS X und iOS mit weiterem Engagement für die Business-Anwender erneut bestätigt und die lange erwartete Office Suite für iOS vorgestellt. Während die iPad-Versionen als drei unabhängige Apps daher kommen, kombiniert die iPhone-Variante Word, Excel und Powerpoint in einem Programm. Für die Nutzung ist jeweils eine Microsoft-ID erforderlich, die iPad-Version benötigt darüber hinaus ein Office 365-Abonnement.
Microsoft hatte lange gewartet, die Apps auf den Markt zu bringen; Ex-CEO Ballmer hatte Gerüchten zufolge die Software bereits fertig entwickeln lassen, jedoch nicht veröffentlicht, um die Exklusivität für die Surface-Tablets zu bewahren. Offenbar ist diese Strategie nicht aufgegangen; Surface-Tablets spielen auch im Geschäftskunden-Segment keine größere Rolle wobei sich das iPad wacker an der Spitze behauptet. Ähnlich sieht es mit dem Windows Phone-OS aus.

Der Schritt, Microsoft Office für iPad und iPhone heraus zu bringen ist folgerichtig und kommt noch nicht zu spät – die Durchdringung des Business-Marktes durch das iPad ist noch in vollem Gange.

Die allgemeine Umstellung des Lizenzmodells auf Abonnements muss sich allerdings noch als tragfähig erweisen; vielen Anwendern aus kleinen Unternehmen sind monatliche Gebühren weniger sympathisch als ein einmaliger Kauf.

Nachdem Microsoft erst kürzlich seine vorher nur für Windows-Anwender verfügbare OneNote-Software im Mac Appstore veröffentlicht hat, ist dies in diesem Jahr der zweite Vorstoß Microsofts für Apple-Anwender im Business-Bereich. Die Redmonder Software-Schmiede unterstreicht damit die wachsende Bedeutung Apples im Segment für Geschäftskunden.



