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Webseite am mac erstellen

Webseite am Mac erstellen – Webdesign-Programme im Test

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Mit iWeb ließ sich einmal spielend einfach eine Webseite am Mac erstellen. Als Apple die Software 2011 einstellte, hinterließ das eine Lücke, die bis heute nicht so recht gefüllt wurde. Zwar gibt es eine Reihe von Webdesign-Programmen am Mac, aber das Feld dünnt sich zunehmend aus.

Das kann allerdings auch damit zusammenhängen, dass Webseiten damals generell einfacher gestrickt waren. Eine moderne Webseite muss heute viel mehr können. Wir haben uns angeschaut, wie sich die verbliebenen Kandidaten um die iWeb-Nachfolge schlagen.

Dieser Beitrag enthält gesponserte und Affiliate-Links.

Inhalt:
Was meint „Webseite am Mac erstellen“?
Wer kann was, wer braucht was?
Web- und Baukasten-Systeme
Webdesign-Programme für Mac im Quick-Test
Fazit

Eine Webseite am Mac erstellen bedeutet heute:

  • Die Website muss mobiltauglich sein, am besten im sogenannten „responsive Webdesign“. Das bedeutet, sie passt sich automatisch allen möglichen Bildschirmgrößen an und stellt die Inhalte sauber und passend dar
  • Die Homepage sollte SEO-optimiert, also für Google gut durchsuchbar sein

Im Gegensatz zu den statischen Webseiten, die iWeb produzierte, gibt es heute außerdem oftmals den Wunsch, so genannte dynamische Webseiten zu erstellen, die Design und Inhalt trennen und jederzeit um Funktionen erweitert werden können.

  • Anbindungen an soziale Netzwerke sollten möglich sein
  • Formulare oder Erweiterungen für z.B. Webshop-Funktionen usw. bieten
  • Oft wird eine Blog- bzw. News-Funktion gewünscht

Und nicht zuletzt muss jeder, auch wer seine Webseite am Mac erstellen will, die Datenschutz-Bestimmungen einhalten. Oder anders. Die Homepage muss DSGVO-konform (Englisch: GDPR) aufgebaut sein.

Wer kann welche Webseite am Mac erstellen?

Es gibt sicherlich nicht DIE Webdesign App für den Mac, die allen Benutzerprofilen gerecht wird. Deshalb lasst uns hier mal kurz festlegen, für wen das Thema interessant ist.

Einsteiger

Der Einsteiger, ein typischer Nutzer von Webdesign-Programmen am Mac, kann / will keinen Code anfassen. Die Software muss seine Anforderungen grafisch lösen mit Klick, Copy-Paste sowie Drag & Drop. Es sollte keine lange Einarbeitung nötig sein; das Programm sollte Mac-typisch selbsterklärend und ohne große Lernkurve nutzbar sein.

Trotzdem erwartetet er als Ergebnis eine nett gestaltete Homepage, die tut was sie soll.

Hobbyisten

Ein Hobbyist kann vielleicht einfacheren HTML-Code schreiben, fuchst sich aber lieber in eine All-inklusive-Software rein, die die meisten seiner Anforderungen – vielleicht nicht zu 100 % in allen Bereichen, aber immerhin noch ausreichend – erschlägt.

Er scheut keinen Zeitaufwand und will mit seinem Webdesign-Programm am Mac eine ordentliche Homepage hinbekommen.

Webdesigner

Einem Webdesigner steht am Mac die breiteste Auswahl an Webdesign-Programmen zur Verfügung. Er wird hauptsächlich Editoren zur Programmierung verwenden, verschiedene Browser zum Testen einsetzen, MAMP zum lokalen Testen der Webseite, ein FTP-Programm zur Übertragung der Daten an den Webhoster und sicher ein paar Kreativprogrammen zum eigenen Herstellen von Icons, Bildbearbeitung usw.

Mit diesen Werkzeugen kann er am Fließband professionellste Webseiten am Mac erstellen.
Da der Webdesigner aber sicher nicht zur Zielgruppe von iWeb und Erben gehört, übergehen wir hier seine Anforderungen. HTML-Editoren wie Dreamweaver oder Coda sind zwar hervorragende Programme, aber hier geht es ja gerade um die Vermeidung des Programmierens. Daher stellen wir an dieser Stelle keine Programmier-Tools vor.

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Web-Lösungen und Homepage-Baukasten

Kurz klargestellt: Natürlich lassen sich auch komplette Online-Lösungen am Mac zum Erstellen einer Webseite verwenden. Selbst wenn Safari hier mal nicht zuverlässig funktionieren sollte, kann man jederzeit Firefox am Mac //www.mozilla.org/de/firefox/mac/ verwenden.

Da man sich mit einem Baukasten aber nochmal ganz andere Probleme einhandelt und in der Regel dauerhaft an einen Hoster gebunden ist, lassen wir das hier weg.

Auch die vermeintlich einfache Homepage-Erstellung mit WordPress, die sich in der Realität ganz schnell als Abmahn- und Kostenfalle entpuppt, lassen wir hier außen vor. Wir wollen hier nur auf native Mac-Programme blicken, mit denen sich die eigene Homepage am Mac erstellen lässt.

Tipp: (sponsored) Wer vor dem Erstellen seiner Homepage ein gutes Konzept überlegen möchte, der sollte sich diesen kostenfreien Konzept-Konfigurator mal anschauen.

Webdesign-Programme für Mac im Quick-Test

RapidWeaver

RadidWeaver-LogoRapidWeaver ist bereits lange auf dem Markt und erfreut sich andauernder Beliebtheit. Ich will nicht verhehlen, dass mir komplett schleierhaft ist, warum. Das beginnt damit, dass die Mac App nur auf Englisch verfügbar ist.

RW gibt es inzwischen in Version 8. Es ist ein Vorlagen-basiertes Webdesign Programm; man wählt ein vorgegebenes Design aus und kann dort seine Inhalte einsetzen. Trotz einiger Anläufe ist es mir nicht gelungen, eine Vorlage wirklich nach meinen individuellen Ideen anzupassen. Man ist seltsam in dem vorgefertigten Design gefangen. Zwar gibt es viele Vorlagen. Einige sind kostenfrei beim Kauf dabei, andere müssen kostenpflichtig erworben werden. Aber wann findet man schon mal genau die Vorlage, die zu 100 % auf die eigenen Ideen passt? Vielleicht haben andere da ein glücklicheres Händchen, aber für mich geht „Mac-like“ anders.

RapidWeaver Vorlage

Vorlagen-Beispiel in RapidWeaver ©realmacsoftware.com

Es gibt für Rapidweaver zusätzlich viele Funktions-Erweiterungen, sogenannte Stacks. Man erhält von einer einfachen Button-Komponente für 5 Dollar über eine Shopping-Cart Erweiterung für 39 Dollar bis hin zu einer „Total CMS“ genannten Content Management Erweiterungen fast alles, was den Grundbedarf abdecken könnte.

Allerdings addiert alles auf den Kaufpreis von rund 80 EUR drauf und einiges wird man hierzulande wegen abweichender Gesetzgebung gar nicht in der vorhandenen Form verwenden können (wie etwa die Shop-Erweiterung). Davon abgesehen bringt die App aber auch einiges an Funktionen mit, die für einen kleinen Internetauftritt genügen dürften.

RapidWeaver Einstellungen

Einstellungen und Blog in RapidWeaver ©realmacsoftware.com

RapidWeaver 8 gibt es für rund 80 € im Mac App Store oder für 99 € direkt beim Hersteller, die ältere Version 7 ist ebenfalls noch zu haben für die Hälfte. Mit ein paar Erweiterungen on Top kommt man schnell in den Bereich von 200 €. Dafür wachsen die Möglichkeiten des Programms aber auch mit den Ansprüchen. Da alles aber unter den o.g. Einschränkungen zu verstehen ist, würden wir hier zur Vorsicht raten.

Aus unserer Sicht empfiehlt sich RapidWeaver nur für Hobbyisten, die sich intensiv mit dem Programm auseinandersetzen möchten und keine Zusatz-Käufe scheuen. Allerdings sind sie auch danach in einem geschlossenen Eco-System gefangen. Einsteiger werden entgegen des vielversprechenden Namens womöglich enttäuscht sein.

RapidWeaver im Mac App Store

Webseite am Mac erstellen mit Freeway

Freeway war einst der erste ernst zu nehmende Anwärter auf die iWeb Thron-Nachfolge. Es ist inzwischen in einer kostenfreien Einsteiger-Variante und einer Pro-Version ab rund 40 Dollar zu haben, im Paket mit einem Vorlagen-Bundle kostet es knapp 70 Dollar. Auch für Freeway Pro gibt es Erweiterungen, die nicht alle kostenpflichtig sind, sich aber eher an Fortgeschrittene richten. Diese Mac App ist auf Deutsch erhältlich.

Webseite am Mac erstellen mit Freeway Pro

Layout wie in InDesign oder Quark mit Freeway Pro. Bild via application-systems.de

Die Mac App arbeitet ähnlich einem Layout-Programm, lässt aber auch viel manuelle Eingriffe über HTML- und CSS-Code zu. Ein gewisser Lernaufwand ist also auch hier zu erwarten, aber wer Layouten gewohnt ist, tut sich vielleicht nicht ganz so schwer damit.

Responsive Webdesign wird hier so umgesetzt, dass man in Layout-Tabs parallel verschiedene Darstellungen für unterschiedliche Auflösungen bearbeitet. Es lässt sich eigentlich alles über Layout-Element lösen, wer zusätzlich aber noch HTML-Code manuell bearbeiten kann, hat hier alle Freiheiten.

Uns fiel auf, dass das letzte größere Update aus dem Jahr 2016 stammt und die Freeware, basierend auf deren Vorgänger-Version, ist sogar noch älter. Wer einen älteren Mac ab OS X 10.6 sein eigen nennt, wird sich darüber freuen. Ansonsten wirft es die Frage auf, wie lange die App noch weiterentwickelt wird. Spätestens mit macOS Catalina werden ja alle 32-Bit Apps nicht mehr laufen und es hat den Anschein, als wäre Freeway hierfür ein Kandidat. Im Zweifel sollte man sich hier vor dem Kauf beim Hersteller versichern, dass zukünftige macOS-Versionen noch unterstützt werden.

Webseite am Mac erstellen: Linkübersicht in Freeway Pro

Link-Übersicht / Sitemap in Feeway Pro. Bild via application-systems.de

Davon abgesehen macht die Mac App einen sehr guten Eindruck und wer eine etwas ambitioniertere Webseite am Mac erstellen will, sollte sich das Programm einmal anschauen. Damit ist auch klar, dass hier die Empfehlung eher zugunsten des ambitionierten Hobbyisten ausfällt. Allerdings können auch Einsteiger mit Spaß am Layouten ihr Glück versuchen. Für sie stehen diverse Video-Anleitungen bereit.

Freeway Pro Hersteller-Link
Freeway Pro bei Application Systems Heidelberg

EverWeb

EverWeb LogoEverWeb sieht sich selbst als inoffiziellen Nachfolger von iWeb und anhand der Benutzeroberfläche könnte man auch meinen, dem wäre tatsächlich so. Es ist im Grunde wie iWeb aufgebaut und lässt sich somit auch sehr einfach bedienen. Gegenüber iWeb ist es aber mit aktuellen Funktionen ausgestattet und beherrscht mobile Layouts ebenso wie grundlegende SEO-Einstellungen.

Wer tatsächlich noch von iWeb herüber wechselt, wird sich hier schnell zurecht finden und findet im Bedarfsfall sowohl zahlreiche kostenfreie Vorlagen und Videoanleitungen vor. Die Lernkurve ist hier eher gering, daher empfiehlt sich die Mac App zum Erstellen von Webseiten am Mac vor allem für Einsteiger und Menschen ohne viel Geduld.

Die Einfachheit lässt sich der Hersteller allerdings auch bezahlen. EverWeb ist im Abo ab 80 USD pro Jahr zu haben.

EverWeb – Homepage erstellen am Mac

Screenshot von EverWeb ©everwebapp.com

Wie schon bei iWeb ist die Blog-Funktion keine „echte“ dynamische Angelegenheit, sondern im Prinzip lädt man manuell eine neue Unterseite hoch, wenn man einen Post erstellt. Für ein gelegentliches Update reicht das aber womöglich dem einen oder anderen.

Womit wir auch direkt zu den Nachteilen von EverWeb kommen. Der Hersteller ist in Kanada ansässig und hier fehlt die Notwendigkeit, EU-Richtlinien wie die DSGVO zu unterstützen. Funktionen wie eCommerce via Paypal oder Google Font-Unterstützung klingen erstmal toll, bergen aber Risiken, wenn sie nicht adäquat auf der Webseite nach geltendem Recht umgesetzt sind. Wer mehr als eine schlichte Homepage am Mac erstellen will, sollte daher EverWeb kritisch betrachten und sich ggf. vorab beim Hersteller versichern, dass die einzelnen Funktionen DSGVO-(GDPR-) konform sind.

EverWeb Hompage

Vorlagen-Sammlung für EverWeb im Mac App Store

Webseite am Mac erstellen mit Sparkle

Logo von SparkleSparkle orientiert sich ebenfalls sehr stark an der iWeb-Oberfläche, ist aber ein bisschen aufgewertet und wie EverWeb um nützliche, aktuelle Funktionen ergänzt worden. Man kommt sehr schnell in das Look-and-Feel der App herein und kann zügig seine erste Webseite am Mac erstellen.

Standardmässig öffnet sich ein leeres Layout, aber auch für Sparkle kann man diverse kostenfreie Vorlagen vom Hersteller herunterladen und an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Sparkle ist mit erst etwa 5 Jahren eher ein neueres Programm, aber es hat auch gleich ganz schön eingeschlagen. Der Grund dafür dürfte in seiner einfachen Handhabung liegen, mit der man schnell ordentliche Ergebnisse erzielen kann.

Webseite am Mac erstellen mit Sparkle

Webseiten-Layout mit Sparkle. Bild ©sparkleapp.com

Um den Anwendern das Arbeiten an mobil-tauglichen Web-Layouts nicht zu schwer zu machen, behandelt Sparkle das Thema responsive Webdesign geschickt indem es Layouts für mobile Geräte stufenweise freischalten lässt. So kann der Nutzer zunächst an einer Desktop-Version arbeiten und später relativ schmerzfrei eine iPhone- und/oder iPad-Variante ableiten, ohne von vornherein alles im Blick behalten zu müssen.

Responsive Webdesign mit Sparkle am Mac

Mobile Layouts lassen sich nach und nach freischalten

In Sparkle kommt man auch ohne HTML-Code sehr weit und kann sogar Bilder optimieren und SEO-Grundeinstellungen vornehmen. Es unterstützt eine Reihe von Sprachen inklusive Deutsch, Französisch und Holländisch. Da die Entwickler in der EU sitzen, bringt die Mac App von Haus aus Funktionen z.B. zur anonymisierten Einbindung von Google Analytics oder kann automatisch eine Seite für die Datenschutzerklärung einfügen.

Datenschutz-Einstellungen in Sparkle

Einstellungen in Sparkle

Aus Sparkle heraus kann man die Seite direkt auf einem externen Hosting-Account veröffentlichen oder als HTML exportieren. Zu Testzwecken kann über einen eingebauten Webserver in Safari oder Firefox die Webseite unter realen Bedingungen angeschaut werden.

Der einzige Bereich, in dem Sparkle nichts anzubieten hat, ist der eines dynamischen Blogs. Dazu könnte man sich ähnlich EverWeb manuell herausarbeiten oder aber über die eingebaute Funktion direkt auf FaceBook verlinken.

Vorlagen Sparkle

Vorlagen gibt es kostenfrei beim Hersteller, leider nicht direkt aus dem Programm heraus. Bild ©sparkleapp.com

Da es eine kostenfreie Testversion gibt, mit der man eine 3-seitige Webseite am Mac erstellen kann und dabei alle Funktionen austesten darf, ist der Kauf auch ohne Risiko. Weitere Editionen von Sparkle sind Basic für rund 33 €, One für knapp 55 € und Pro für rund 130 €. Nur in der Pro-Version lassen sich beliebig viele Homepages am Mac erstellen und mit Instagram verbinden.

Sparkle Homepage

Fazit – Webseite am Mac erstellen

EverWeb macht zwar eine gute Figur für den Einstieg, geht aber mit Abo-Modell ins Geld und ist wegen der potentiellen Datenschutz-Lücken hier zu Lande vielleicht nicht die erste Wahl.

Bei RapidWeaver ist mir vielleicht der Wunder-Klick einfach nur nicht gelungen, aber ich habe die App frustriert wieder geschlossen. Dazu kommen der beschriebene Malus der Insel-Lösung.

Aus unserer Sicht ist Sparkle die optimale Webdesign-App am Mac, die vom Einsteiger bis hin zum ambitionierten Hobbyisten mit Sitz in der EU die meisten Mac-Anwender glücklich machen wird. Sie ist eingängig, leicht zu bedienen und bringt dennoch ausreichend Funktionen mit, um länger Freude zu machen.

Wer es noch ein wenig raffinierter mag und auch mal mit HTML um sich werfen möchte, sollte sich FreeWay Pro mal anschauen. Er möge aber auch die genannten Hinweise zur Zukunft der App beachten.

Wer seine Webseite am Mac erstellen will, sollte sich vorher einige Gedanken darüber machen, was der Internetauftritt können soll und wieviel Zeit er bereit ist, darin zu investieren. Gerade der Punkt Zeitaufwand ist nicht zu unterschätzen, denn die Programme haben ganz unterschiedliche Lernkurven und auch die Umsetzung gerade für höhere Ansprüche macht Arbeit.

Was bei privaten Macianern vielleicht noch überschaubar ist, kann bei Selbstständigen schon ganz anders aussehen: Ganz schnell lohnt sich dann doch der externe Webdesigner. Moderne Service-Angebote wie z.B. von Cleversite bieten die komplette Website-Erstellung vom Webdesigner (sponsored link) inklusive aller Nebenkosten für Hosting und E-Mail sowie dauerhafter Pflege zu Tarifen, für die man anderswo nur einen Baukasten bekommt.

Weblinks:
iWeb bei Wikipedia
Kostenvergleich Homepage-Baukasten vs. Webdesigner (sponsored)

Auch interessant:

Social Media Marketing am Mac

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